From now this webside will function as an archive of the european balkan project.

You will find further information about the european balkan project and connected projects on http://cultrans.arthur-engelbert.de/

Eine Gruppe von Studierenden der Studiengänge Kulturarbeit und den Europäischen Medienwissenschaften reist mit Prof. Arthur Engelbert in die serbische Hauptstadt Belgrad:

Durch die Reise - gefördert vom DAAD -  soll eine Kooperation mit der University of Arts in Belgrad eingeleitet werden. So wurden über Prof.
Milena Dragićević Šešić (School of Drama Arts) in engem Kontakt mit Sunčica Milosavljević, der Koordinatorin für internationale Beziehungen, Treffen mit der Rektorin Prof. Ljiljana Mrkić Popović, und Vize Prof. Dimitrije Golemović und Professoren der künstlerischen Fächer der Universität verabredet. Mit dem Besuch der Galerija Remont sowie der Teilnahme an der Eröffnung der 14. Biennial of Art in Pancevo, den Besuchen von Kulturinstitutionen,
Museen, Galerien und den vereinbarten Treffen mit Kulturschaffenden wird ein weiterer Schwerpunkt der Studienreise auf die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst gesetzt.
In Ergänzung dazu ist ein akustisches Experiment eingeplant, das mittels Soundaufnahmen und aus dem Ansatz der urbanen Sound-Studien der letzten Jahre (siehe Ausstellung „Voices of the City“ 01.10.2010. Haus 1 in Berlin) durchgeführt und weiter verarbeitet wird.

Between Nostalgia, Utopia and Realities

In Belgrade just finished the 10th International Conference of the Department of Musicology of the Faculty of Music Belgrade on the topic “Between Nostalgia, Utopia and Realities”

more about the program: http://www.fmu.bg.ac.rs/programbetween.htm


14.04.2010

Klub Balkanska

Der Klub Balkanska lädt zu BalkanBeats

Ihre Reisen führen sie von Andalusien, durch New Yorker Village-Clubs, quer über die Karpaten bis in die weißrussischen Steppen, durch ukrainische Stehtls und potemkinsche Dörfer, im Gepäck vom Laster gefallene Balkan-Tracks, arschwackelnde Fanfare-Klänge, Romano Dub und slawischen Raggamaffin, Kolos auf Dauerrotation, Balkantronica-Beats von den angesagtesten DJs, Nu-Klezmer-Geigenwahn, russische Ska-Punk-Gassenhauer und allerlei tanzbare Skurrilitäten aus dem Osten, Westen, Süden und eins, wie auch aus dem Norden.

Am 17. April 2010, im Lovelite, Simplonstraße 38, Berlin-Friedrichshain

weitere Informationen unter: http://www.myspace.com/klubbalkanska

Im Wintersemester 2009/10 beschäftigen sich 15 Student_innen der Fachhochschule Potsdam mit dem Phänomen Balkan. Der Fokus des  Seminars liegt auf Serbien. Alle erarbeiteten Inhalte der Student_innen werden bald im Infoshop veröffentlicht. Vorab findet sich dort eine aktuelle Themenliste sowie eine Sammlung an Literaturhinweisen.

Aus drei unterschiedlichen Perspektiven folgen hier Stellungnahmen zu Dejan Dukovskis „Pulverfass“, das im Rahmen der Spielzeit Europa im Haus der Berliner Festspiele aufgeführt wurde.

.

Reihe 20, Platz 9
“Das Pulverfass” hat mich heute Abend lediglich an Infantilität erinnert, ich glaube, ich war in diesem Szenarium einer der wenigen, der bis zum ermüdenden Schluss cool geblieben ist. Die Sprache war pseudo provokativ: “Fick Dich Du geile Sau. Ich schlag Dir alle Knochen kaputt mit der Brechstange und dem 8 Kilo Hammer.” – Toll!

Die emotionale Kopplung von Musik und Sprechtheater lief ins Leere. Balkan-Musik verpuffte in agitative Theatertechnik und umgekehrt. Die Band spielte gut, funktionierte in diesem Rahmen so gut, dass es schrecklich war, Musik derart korrumpiert zu erleben. Schlimmer als jedes spießige Blasmusikantenfest irgendwo auf Dörfern in Europa oder anderswo dahingespielt. Die transparente Unbeholfenheit war ein Kampf gegen Langeweile. Jedes Gott verdammte Schützenfest brennt mehr Lunten ab als dieses inszenierte Pulverfass. Dionysischer Pop von der schlimmsten Sorte, mehr ist Balkan_Musik_Theater heute Abend nicht gewesen. Und Pop ist Krieg ist Schrott. Ballerei. - Arthur Engelbert

.

Reihe 7, Platz 29
25.10.2008, 22:40, Berlin: in den Abendhimmel nahe der Schaperstraße ragen bewegte weiße Lichtsäulen. Wohl sehr ungewollt erinnert dieses Bild beim Verlassen des Hauses der Berliner Festspiele an Flakscheinwerfer, an einen Kriegsschauplatz. Nichts als ein Zufall. Zuvor: 150 Minuten inszenierter (Rück)blick auf einen Nachbarn, ein Kriegs- und Krisengebiet jüngster Zeit – auf den Balkan. Das war Absicht.

Dimiter Gotscheff scheint ganz offensichtlich eine noch brennende Zündschnur an diesem „Pulverfass“ in der allgegenwärtigen Gewalt zu sehen, die  seine Protagonisten mit immenser physischer Präsenz auf einer abgeschrägten Spielfläche  unablässig herauskotzen. Man hört bald auf, zu zählen, wie oft nun das Wort „Ficken“  in fast jeder Szene vorkommt oder auch in Form der Vergewaltigung seinen Handlungsraum zugewiesen bekommt. Hier erklären  die Täter einer Frau, dass sie schon längst als Opfer ausgemacht war. Eine Schramme am Kotflügel eines Ford Escort wiederum ist an anderer Stelle der Szenenfolge Anlass genug um zu töten. Auch das wird ausführlich erklärt. Ein Wassergraben, in dem man auch  ertrinken oder ersäuft werden kann,  ist symbolbeladen immer da: das ist so, mit dieser Gewalt. Und das hört auch nicht auf. Und das ist der Balkan.

Es geht brutal zu an diesem Theaterabend und es wird dennoch viel gelacht im Saal. Und getanzt, auf der Bühne: mal epileptisch, mal Tango, mal in einer Umarmung, während das sich haltende Freundespaar dabei mit einem „setz dich“ immer weiter steigert, wie sie über Jahre einander eigentlich nur zerfetzt haben.

Die collagierten Episoden hält ein formal strenger Rahmen zusammen: optisch suggeriert eine Art überdimensionale Blende  am Bühnenhorizont, dass alles Gezeigte in einem fotografischen Gedächtnis festgehalten bleibt – oder festzuhalten ist? Akustisch liefert das hinter dem Darstellerensemble sichtbar platzierte Orchester von Sandy Lupocic einen durchgängigen balkanesken Soundtrack, zitiert osteuropäische Folklore, wilde Polka und sentimentalen Tango. Nur einmal - man ist in Las Vegas angekommen - amerikanisiert sich auch  die Musik: Klänge als authentifizierende  Synonyme für Orte.

Gotscheffs Regie-Retorte und noch mehr der Text des Mazedoniers Dejan Dukovski wollen ein Stück Europa erklären und der recycelte Stoff, mit dem sie dies tun, gastiert seit Jahren auf den unterschiedlichsten Bühnen. Eine gewaltige Anstrengung. Ich habe nichts verstanden. - Jan Wissel

.

Reihe 1, Platz 18
BALKAN TRASH - Dorftristesse und 6 Proleten.

Die Bühne ist schwarz und schräg. Oben sitzt die Band, die Schauspieler eiern durch die Gegend und unten gibt es ein Wasserbecken mit Äpfeln und manchmal eiert dann auch eine Balkanoma durch das Wasser. Die Balkanoma hätte man lieber weg gelassen, alles andere ist ganz wunderbar.
Dukovski hat das Stück mit 25 geschrieben und das merkt man. Da erzählt niemand seine Lebensweisheit und man darf keine tiefgehende Analyse erwarten. Inszeniert werden einfache Beobachtungen und Clichés – mit einer kräftigen Portion Action noch drauf geklatscht.
In den vielen kleinen Szenarien werden Typen beschrieben die böse sind. Gangstertheater.
Alles wie im Wilden Westen und die bösen Typen sind moderne Ossi-Cowboys.
Aus provinziellen Stereotypen werden trashige Kunstwesen.
Die Situationen am Ende jeder kurzen Geschichte wird auch ganz einfach aufgelöst: „Scheiß drauf, lass uns Tanzen.“ Ein bisschen herumgezappel, dann der nächste Ernstfall. Schramme im Ford Escort – Alarmstufe Rot.

Das ist dialektisches Theater. Denn natürlich sind die Protagonisten ganze Kraftkerle und schmeißen auch reichlich mit Kraftausdrücken um sich und trotzdem verbergen sie nicht ihre höchste Empfindsamkeit. Wenn sie auch jetzt gerade noch auf der Bühne herumstolzieren und Krach machen können sie im nächsten Augenblick sehr feinfühlig berührt sein.

Dieser permanent instabile Zustand wird gut gespielt. Davon lebt dieses Stück und genau diese spezifische Situation funktioniert nur so gut im Balkan aber man fühlt sich schnell erinnert, an sein eigenes Kalkül. Wie man sich doch selber so oft im Weg steht. - Axel Menning

Informationen, Kritiken und weitere Kommentare:

- Berliner Festspiele / Spielzeit`europa

- ZDF Theaterkanal

- Nachtkritik

- Märkische Allgemeine

Guca is a four day long brass music folksfest in a small village in western Serbia around four hours south of Belgrade. The village of Guca has only three thousand inhabitants, two main streets, a couple of simple street cafes, one soccer stadium, one hotel, makes its money mainly from harvesting raspberries, but for four frenetic days in the beginning of August the places becomes a Balkan brass summit reminiscent in spirit to Pamplona’s San Fermin or Munich’s Octoberfest, except in place of bulls and beer there is blasting Gypsy trumpets and rich Serbian plum brandy.

Foto: Phil Hodgson

The highlight of Guca is the competition for the Golden Trumpet. Bands come from all over Serbia to compete for this much-coveted prize and to play in dozens of makeshift restaurants and beer tents for tips, or bakshish, as they say in the Balkans. For four crazy days all the streets in town are blocked off. There are stalls selling arts and crafts, Balkan brass CDs, spit-roasted lamb, rides. Music comes at you from all directions, blasting from sound systems and from the trumpets and tubas of roving Gypsy brass bands marching through the streets and playing in restaurants. Sometimes four or five bands play at once in the same locale, each one serenading parties of drinking Serbs. The music is deafening. It’s pure high-velocity bedlam. Everyone is drunk naturally, dancing kolos, coceks, dancing on tables, prostrating themselves before musicians, embracing musicians, begging trumpeters to play directly into their ears. “Guca is something like a Serbian Love Parade,” was how one Serb I met put it. A rural Love Parade. The biggest musical celebration in the Balkans, this year attracting more then 600,000 guests.

shazalakazoo............................http://www.gipsyjungle.com/
http://www.youtube.com/watch?v=quDVEdWv5OA
http://www.youtube.com/watch?v=o5Re8AqCe1E&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=Cx994LqHlE4
http://www.youtube.com/watch?v=zhBWdT-50LU&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=zRgayzJ7QBM
http://www.youtube.com/watch?v=-7najxHj-pM
http://www.youtube.com/watch?v=Af8yRpH3M7c&feature=related

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„ZIGEUNER ART”
Nihad Nino Pusija

Eröffnung: Freitag 5.9.2008 20 Uhr
Ausstellungsdauer: 5.–26.9.2008
Öffnungszeiten: Do–So 17 – 20 Uhr

Galerie 35
Simon-Dach-Straße 35
10245 Berlin (Friedrichshain)
S+U Warschauer Straße

Kontakt: info@fotofabrika.de
www.fotofabrika.de

 

29.07.2008

October Salon

The taxi driver drew our attention to an interesting contrast – on the one side of the street the glittering glass façade of the Hotel Intercontinental, where Arkan, Serbia’s notorious war criminal and mafia boss was gunned down in the hotel lobby in 2000, and opposite, squeezed between freeway overpass and train tracks, one of Belgrade’s biggest gypsy shantytowns, a sprawling mess of makeshift shacks and piled garbage with half naked gypsy children playing in the dirt among stray dogs. “Welcome to Belgrade,” said the taxi driver.

It was my eighth time in Belgrade. I had come every summer ever since the end of the war, stayed for a while in the city before heading out into the countryside, to the Sumadija, to Kosovo, the Sandzak, Bosnia, Montenegro, Macedonia. This time I was here to cover the October Salon with William Hollister, an American editor at Umelec magazine. We knew very little about what was awaiting us. I had been told that this was the first October Salon where Kosovo Albanians were not represented. That at least was something to go with.

We walked around Belgrade, the “Manhattan of the Balkans”, as they say. The buildings were grey and people stood on the pavement selling roast corn on the cob, ice cream, sun glasses and all manner of cheap wares. The cafes were full. Cars honked. The streets bustled. “You know what this place reminds me of?” said William. “a Tintin cartoon of Chicago.” There was something to be said for that.  We were looking for a famous Belgrade restaurant. I asked a man on the street for directions. “Where do you come from?” he asked. “I’m American,” I said. “I’m from Kosovo,” the man said. “Mrzim  Amerikanci “ I  hate Americans.

Kategorien